Hygienekontrolle

 

Lebensmittelhygiene ein sehr heikles Thema.

 

Wenn man heute eine Gaststätte – Hotel - Restaurant– Imbiss – Cafe –Doenerläden – Pizzeria eröffnen möchte , benötigt man lediglich eine  gesetzlich vorgeschriebene Unterweisung in Lebensmittelhygiene beim zuständigen Gesundheitsamt.

Die läuft in der Regel wie folgt ab:

Begrüßung durch die dafür zuständige Unterweisungsperson

Vortrag mittels Diaschau oder Video

Fragebogen ausfĂĽllen und beantworten

Ăśberreichung der Teilnahmebescheinigung

Verabschiedung durch die zuständige Unterweisungsperson

Kosten fĂĽr diese Unterweisung betrag nur wenige Euros.

 

Danach kann es los gehen, beziehungsweise hier lässt der Gesetzgeber Personen auf die Gesundheit der Menschheit los, von denen die meisten keinerlei fachliche Kompetenz und berufliche Ausbildung besitzen.

Angenommen ich möchte eine Bäckerei – Metzgerei oder Konditorei eröffnen, dann benötige ich hierzu einen Meisterbrief, deshalb fordert die Heinz MĂĽller Stiftung „Fröhliches Kind“ zumindest einen  Berufsabschluss mit Gesellenbrief oder eine nachweisbare Tätigkeit ĂĽber mindestens  5 Jahre in einem Betrieb der Lebensmittelverarbeitung, welcher auch fĂĽr die Ausbildung in diesen Berufen berechtigt ist.

 

Es kann und darf nicht sein das Jeder der gerade möchte eine Gaststätte etc. eröffnen kann!

 

Zum Beispiel ich möchte als Taxifahrer – Busfahrer oder als LKW Fahrer tätig sein , dann muss ich zumindest erst einmal einen gründliche Gesundheitsuntersuchung durchführen lassen, ob ich überhaupt für diesen Beruf tauglich bin.

Taxifahrer benötigen auĂźerdem eine OrtskenntnisprĂĽfung  um den Personenbeförderungsschein zu bekommen

 

LKW- und Busfahrer benötigen außerdem noch einen speziellen Führerschein welcher nur für 5 Jahre jeweils gilt

Eine Berufskraftfahrerausbildung, sowie eine  spezielle Unterweisung in  5 Modulen von jeweils 7 Stunden

Erst wenn er all dies nachweisen kann bekommt er einen Führerschein und ein dazu benötigte Fahrerkarte für eine Gültigkeitszeitraum von 5 Jahren

Diese 5 Module mĂĽssen zudem noch in einem Zeitraum von 5 Jahren wiederholt werden.

FĂĽr  diese 5 Module und die dazu benötigten Papiere ( FĂĽhrerschein – Fahrerkarte) entstehen Kosten in Höhe von ca.500 bis 600 Euro und dies alle 5 Jahre.

 

Im gastronomischen Bereich fallen nur ein paar Euros an um dort tätig zu werden .

Dies kann doch wohl nicht wahr sein.

Man bedenke durch eine Person welche im gastronomischen Bereich arbeitet können sehr sehr viele Menschen  gesundheitlich in Gefahr gebracht werden, wenn man nicht auf eine optimale Hygiene und Handhabung der Lebensmittelverarbeitung achtet.

Wie sollen nun ungelernte Kräfte davon eine Ahnung haben, wenn sie nicht darin ausgebildet sind.

In etwa 45 Minuten Lebensmittelhygieneunterweisung kann man dies nicht lernen.

 

Die Heinz Müller Stiftung „Fröhliches Kind“ fordert deshalb genauso strenge Richtlinien und Anforderungen wie dies beim Taxi-, Bus- oder Lkw Fahrer der Fall ist.

Nicht nur die se Fahrer haben eine groĂźe Verantwortung den Menschen gegenĂĽber, Nein auch die Personen welche in der Lebensmittelverarbeitung  tätig sind.

 

Was auch noch als sehr heikel anzusehen ist. Sind die vielen ehrenamtlichen Personen welche in der Lebensmittelverarbeitung und Lebensmittelausgabe bei öffentlichen Festen tätig sind.

Dies Personen brauchen zwar auch eine  gesetzlich vorgeschriebene Unterweisung in Lebensmittelhygiene, jedoch bedarf es bei diesen nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Lebensmittelhygieneschulung und dem Infektionsgesetz.

 

Die Heinz Müller Stiftung „Fröhliches Kind“ fordert zudem das die jährlichen Lebensmittelhygieneschulungen von externen Personen vorgenommen werden, welche durch die zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde dazu berechtigt sind.

 

Aus meinen beruflichen Erfahrungen heraus ist mir bekannt, dass derzeit die meisten jährlichen Lebensmittelhygieneschulungen  in den Lebensmittelverarbeitungsbetrieben so mal beim Kaffee  proforma vorgenommen werden und das Personal einfach mal so eine Teilnahmebescheinigung unterschreibt. Dies kommt leider auch in Kliniken und sonstigen Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung vor.

 

Auch darf es nicht sein das die staatlichen Kontrollen bedingt durch akuten Personalmangel nur  stichprobenartig  in den einzelnen Betrieben vorgenommen werden.

Leider muss ich immer wieder die Feststellung machen dass in Verkaufsgeschäften welche offene Bach-, Wurst-, Fleisch-, Fisch- und Geflügelwaren verkauft werden , folgender Ablauf stattfindet:

Kunde bestellt – Verkäuferin nimmt die offene Ware ( ohne Handschuhe oder zuvor gewaschene Hände)  in die Hand , verpackt diese und geht anschlieĂźend mit den selben Händen an die Kasse und nimmt das Geld( welches ja bekanntlich sehr viele Krankheitserreger trägt) in die Hand,. Dieser Vorgang wiederholt sich immer und immer wieder.

Dies entspricht nicht dem modernen Hygienegedanken und erst recht nicht den gesetzlichen Vorgaben.

 

Was ich in der letzten Zeit immer wieder beobachten konnte und zwar in namhaften Restaurants und Hotels:

1. Köche mĂĽssen in ihrer Berufskleidung das Gepäck der Gäste auf die Z          immer tragen

2. Köche reinigen in ihrer Berufskleidung Strassen – Biergärten – Minigolfanlagen – Blumenbeete

3. Köche pflegen in ihrer Berufskleidung Blumenkästen und Blumen

4. Köche gehen mit ihrer Berufskleidung zum Einkaufen oder mal schnell zum Nachbarkollegen in die Kneipe

4. Auch konnte ich schon Köche in ihrer Berufskleidung  ihre Pferde auf der nahegelegenen Koppel besuchen und streicheln. Dies geschah kurz vor der Essensausgabe beobachten.

5. Manche nahmen sogar Reparaturen an ihrem Auto vor und auch wiederum in Berufsbekleidung

6. Köche an Imbissen zunächst die gewünschte Speisenn ohne Handschuhe oder die Hände davor gereinigt zu haben ( Hamburger etc. ) mit blanken Händen zubereiten dem Kunden überreichen und dann mit der gleichen Hand das Geld kassieren!

Diese Beobachtungen kann man auch sehr oft bei Festen beobachten bei den ehrenamtliche Personen tätig sind.

Wie ja jedem bekannt sein sollte darf in Räumen in den Lebensmittel verarbeitet – zubereitet  werden nur in der dafĂĽr vorgesehen Kleidung gearbeitet werden und nicht in Strassen—oder Privatkleidung

 

Wie sieht es eigentlich mit den Vorgesetzten und Betriebsinhabern aus , welche ja nach dem derzeitigen Gesetz berechtigt sind ihr Personal jährlich in Lebensmittelhygiene und dem dazu gehörenden Infektionsschutzgesetz zu unterweisen, mit der eigenen jährlichen Unterweisung und Fortbildung  aus?

 

Die Heinz MĂĽller Stiftung „Fröhliches Kind“ hat deshalb zum  gesundheitlichen Schutze der Kinder-Jugendliche und auch der Erwachsenen gegenĂĽber  die Initiative ergriffen und bietet deshalb den entsprechenden Berufsgruppen und Personen die gesetzlich vorgeschriebene Lebensmittelhygieneschulung, sowie entsprechende Workshops, Unterweisungen und Seminare an.

Wir möchten einen Teil dazu beitragen , dass die Menschen vor unnötige gesundheitliche Gefahren, welche beim Lebensmittelgenuss durch Menschen zubereitete Speisen und Getränken bewahrt und geschützt werden.

Es gibt diesbezüglich sehr viel Nachholbedarf und einer dringend notwendigen gesetzlichen Veränderung durch die politischen Ministerien im Bund und auf Länderebene. Die Gesetze zum Schutze des Endverbrauchers von Lebensmitteln muss in Deutschland weitaus besser gehandhabt und ausgelegt werden wie dies bereits durch die EU Verordnungen vorgesehen sind.

Ich kann nur jedem Kunden und Gast empfehlen , peinlichst genau zu beobachten wie die örtliche Hygiene  bei Lebensmittelgeschäften und in gastronomischen Betrieben gehändelt wird.

Wie sieht es zum Beispiel im Verkaufsbereich-, Restaurant, Imbiss, Verkaufswagen etc. aus.

Wie wird und ist die Ware verpackt

Wie wird die Ware serviert

Wie ist das äußere Erscheinungsbild des Personals

Wie sieht die Ware optisch aus

Wie ist ie Qualität der Ware

Woher kommt die Ware

Ist die Ware behandelt worden um ein besseres Aussehen und eine längere Haltbarkeit zu erzielen

Ist die Ware mit irgendwelchen Zusatzstoffen belastet ( ZufĂĽtterung von Hormonen bei tierischer Herkunft)

 

Sind Listen der Kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffe vorhanden und können ohne Probleme eingesehen werden, das gleiche gilt auch fĂĽr allergene Stoffe welche ab dem 14.12.2014  schriftlich aufgelistet sein mĂĽssen.

 

Nicht vergessen werden  sollte diesbezĂĽglich auch der Lebensmittelwarentransport bei der Auslieferung von Speisen, sind die Fahrzeuge entsprechend ausgerĂĽstet und klimatisiert.

Entspricht der Lebensmitteltransport auch der gesetzlich vorgeschriebene Ladungssicherung .

 

Es gibt noch wesentlich mehr Punkte auf welche zu achten ist , denn alles soll und muss auch den gesetzlich vorgeschriebenen HACCP Vorgaben entsprechen.

 

Deshalb ist eine Veränderung und Erneuerung der  Gesetze zum Schutze der Menschen wichtig!

Deshalb ist es wichtig das es in Deutschland eine einheitliche Regelung und Kontrolle gibt.

Hygiene gehört zum Verbraucherschutz und sollte nicht von den einzelnen Landkreisen  Bundesländern geregelt und kontrolliert werden. 

Dies muß zentral von einer Bundesbehörde ausgehen, schließlich geht es hier um die Gesundheit für mensch und Tier.
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